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Elektrizität in Stüsslingen

Elektrizität in der Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft, das Bundesamt für Energie, kommuniziert jeweils ca. Mitte Jahr den Stromverbrauch sowie die Stromerzeugung des Vorjahres der gesamten Schweiz. Die Auswertung bringt jeweils sehr interessante Informationen zu Tage (Quelle admin.ch vom 24.10.2024):

Stromverbrauch 2023 um 1.7% gesunken

Der Landesverbrauch lag 2023 bei 60,3 Mrd. kWh. Nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste von 4,2 Mrd. kWh ergibt sich ein Stromendverbrauch von 56,1 Mrd. kWh. Das sind 1,7% oder 1,0 Mrd. kWh (entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 200‘000 Haushalten) weniger als 2022.

Die Elektrizitätsproduktion (Landeserzeugung) stieg 2023 um 13,5% auf einen neuen Rekordwert von 72,1 Mrd. kWh (2022: 63,5 Mrd. kWh). Nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen von 5,4 Mrd. kWh ergibt sich eine Nettoerzeugung von 66,7 Mrd. kWh. In allen Quartalen des Jahres lag die Landeserzeugung über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Die Wasserkraftanlagen (Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke) produzierten 21,7% mehr Elektrizität als im Vorjahr. Mit 40,8 Mrd. kWh war dies nach dem Rekordjahr 2001 (42,3 Mrd. kWh) das zweithöchste Produktionsergebnis der Wasserkraftanlagen.
Die Stromproduktion der vier schweizerischen Kernkraftwerke stieg um 1,0% auf 23,3 Mrd. kWh. 2023 lag die Verfügbarkeit des schweizerischen Kernkraftwerkparks bei 90,0% (2022: 89,5%).

An der gesamten Elektrizitätsproduktion waren die Wasserkraftwerke zu 56,6%, die Kernkraftwerke zu 32,4% sowie die konventionell-thermischen und erneuerbaren Anlagen zu 11,0% beteiligt.

Bei physikalischen Importen von 27,5 Mrd. kWh und physikalischen Exporten von 33,9 Mrd. kWh ergab sich 2023 ein Exportüberschuss von 6,4 Mrd. kWh. Der Erlös aus den handelsbasierten Stromexporten betrug gemäss den Angaben des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit 4'678 Mio. Franken (11,64 Rp./kWh). Für die handelsbasierten Stromimporte fielen Ausgaben von 3'702 Mio. Franken an (10,71 Rp./kWh). Somit ergab sich im Jahr 2023 für die Schweiz ein positiver Aussenhandelssaldo von 976 Mio. Franken (2022: positiver Aussenhandelssaldo von 71 Mio. Franken). Auffallend ist dabei, dass sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert haben (nunmehr wieder in etwa auf dem Niveau des Jahres 2021).